Ein brasilianisches Paar, das auf dem Jakobsweg mit dem Fahrrad pilgerte, wird zum Pilger 100.000 im Jahr 2017

Santiago de Compostela, den 22. Juni 2017

Der 100.000 Pilger 2017 auf dem Jakobsweg wurde heute nach beendeter Wallfahrt in Compostela vom Kathedralenkapitel  Compostelas, an dessen Spitze der Dechant Herr Segundo Pérez steht, und vom Geschäftsführer des Xacobeo, Herrn Rafael Sánchez, als Vertreter des Fremdenverkehrsamt Galiciens, empfangen.

Die beiden Pilger, mit denen die symbolische Ziffer des Pilgerwegs erreicht wurde, sind ein Paar und heißen Juliana Pivato und Eliezer Ribeiro Antunes Junior. Beide stammen aus Brasilien und beendeten die Wallfahrt mit dem Fahrrad auf dem französischen Weg ab Saint Jean Pied de Port. Nach dem Empfang der Pilgerurkunde, der Compostela, wurden sie im Heiligtum des Apostels im Abendgottesdienst der Pilgermesse mit Glückwünschen und Begrüßungsgeschenken empfangen.

Mit der Ankunft des 100.000sten Pilgers, die früher als in den vergangenen Jahren stattfand, bestätigt sich der Jakobsweg einmal mehr als äußerst lebendig. Kurz vor Ende des ersten Halbjahres liegen die Ziffern bereits um etwa 12% über den im gleichen Zeitraum erreichten Vorjahreszahlen. 2016 erreichte der Jakobsweg seinen absoluten Pilgerrekord mit 277.854 – im neuen, internationalen Begrüßungszentrum untergebrachten Pilgerbüro – überreichten Urkunden. Das neue Begrüßungszentrum ist eine der großen Infrastruktureinrichtungen, die gemeinsam vom Fremdenverkehrsamt Galicien und der Kathedrale eingerichtet wurden, um das aktuelle, stark angestiegene Pilgeraufkommen gemäß der Vorgaben des Masterplans für den Jakobsweg zu bewältigen.

Die Staatsangehörigkeiten von vier Kontinenten liegen an der Spitze

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 waren 65% der in Compostela angekommenen Pilger Ausländer – gegenüber 35% Spaniern – größtenteils aus Deutschland, Italien, den USA und Portugal. Unter den fünf meistvertretenen Staatsangehörigkeiten des Jakobsweges sind vier aller fünf Kontinente mit Frankreich, Irland, dem Vereinigten Königreich, Holland und Polen für Europa, Brasilien, Kanada und Mexiko für Amerika, Korea für Asien sowie Australien vertreten. An diesen Zahlen ist der Internationalisierungsprozess des Weges leicht erkennbar.

Obwohl sich 60% der Pilger weiterhin für den französischen Weg als Route nach Compostela entscheiden, rücken auch andere Strecken, wie der portugiesische Weg oder der Weg des Nordens und der ursprüngliche Weg, die beide 2015 zur Welterbestätte erklärt wurden, und der Silberweg, der englische Weg und der portugiesische Küstenweg, immer weiter in den Vordergrund. Die Gemeindeverwaltung Galiciens, die Xunta de Galicia, zeigt großen Einsatz auf allen diesen Pilgerwegen u. a. mit Initiativen zur Verbesserung der Ausschilderung sowie der vorhandenen Infrastruktur.

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