In der Kathedrale von Santiago wurde eine neue Skulptur gefunden, die Maestro de los Paños Mojados zugeschrieben wird

Am 10. November 2016 wurde während eine Mauer in einem kleinen Raum im unteren Teil des Glockenturmes der Kathedrale geöffnet wurde, um ein wenige Tage zuvor dort entdecktes, lange begrabenes Bildnis von Maestro Mateo zu entfernen, beim Herausnehmen der Mauersteine in dieser als Baumaterial rückwärtig eingebettet, der Bestandteil einer männlichen Figur gefunden.

Das aufgetauchte Figurenelement wird aufgrund seiner Besonderheiten Maestro de los Paños Mojados, einem rätselhaften Künstler aus der Kathedralenwerkstatt im Jahr 1070, zugeschrieben. Im Kathedralenmuseum werden bereits drei weitere Kunstwerke aufbewahrt, die dem gleichen Künstler bzw. der gleichen Werkstatt zugeordnet wurden. Allen ist durch die Bearbeitungstechnik und Behandlung der Kleider eine Verbindung aufgrund des deutlich klassischen Einflusses gemeinsam. Eine direkte Parallele lässt sich zu zeitgenössischen burgundischen Arbeiten ziehen.

Nach ihrer Entdeckung wurde die Skulptur in der Restaurationsabteilung der Kathedralenstiftung einer gründlichen Reinigung von Mörtelanhaftungen unterzogen. Damit wurden die Vorarbeiten für eine umfassende Restauration geleistet, so dass die Figur ab Oktober in die Ausstellung El poder del pasado. 150 corderos de arqueología en España (Die Macht der Vergangenheit. 150 archäologische Lämmer in Spanien) aufgenommen werden kann.

Nach seiner Vorstellung in der Öffentlichkeit wird der aktuelle Fund bis zum 11. September im Gramáticos-Saal im Pazo de Xelmírez zu sehen sein. Dann wird er zur oben genannten Ausstellung nach Madrid reisen. Im Anschluss wird das Kunstwerk voraussichtlich dauerhaft in die Sammlung des Kathedralenmuseums von Santiago aufgenommen. Dieses wird im Jahr 2018 sein 90jähriges Bestehen feierlich begehen.

Quelle: Xunta de Galicia

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